Wieder geht ein Jahr auf sein Ende zu und ich bin gewillt zu schreiben:
„Es war ein bewegtes Jahr“…
Und wenn ich kurz über die Bedeutung dieser Aussage nachdenke, muss ich lachen, denn DAS schreibe ich eigentlich in JEDEM Jahr.

Mein Leben, mein Sein, ist immer sehr intensiv, gefüllt und mittlerweile gleichzeitig auch leer. Ein Leer, das ich mir von der Schöpfung füllen lasse. Ein Leer, in dem sich das Leben einfach entfalten darf.

Es gab Zeiten in meinem Leben, da machte es mich fast panisch und absolut nervös, wenn ich das Gefühl hatte, dass ich nicht alles genau planen kann. Irgendwann veränderte sich dann dieser Zustand in:
„Es ist gut einen Plan zu haben, von dem man abweichen kann.

Mittlerweile kann ich sogar sagen, dass ich mich wieder gerne von meinem Mann und seinen völlig unerwarteten Ideen überraschen lasse.
Das ist schon ganz schön groß, wenn man eine „Geschichte“ hat.

Dies zu erkennen und bewusst wahrzunehmen, empfinde ich als großes Geschenk und das lässt mich Dankbarkeit spüren.

Dankbarkeit

… ist sicher eines der „Grundgefühle“ in meinem Leben.
Dankbarkeit ist so heilsam.
Beginnend mit dem dankbaren Erkennen, was man alles hat und wie gesegnet man ist, an diesem Leben teilhaben zu dürfen, habe ich es über die Jahre geschafft, die Dankbarkeit immer weiter auszudehnen, bis sie zur Grundstimmung meines Seins wurde.


Ich erlaube mir an dieser Stelle noch etwas weiter zurückzugreifen und die letzten Jahre grob mit aufzugreifen, da es ein Prozess war…

Es war wie eine Schwangerschaft

Da ist plötzlich dieser Gedanke und das Rufen der Schöpfung, dass es Zeit ist, den nächsten Schritt zu gehen und „endlich“ den eigenen Platz einzunehmen.
Dem Gedanken und dem Rufen folgt ein Entschluss:
Ja, ich bin bereit die Puzzleteile meines Lebens zu einem Bild zusammenzufügen.

Dieser Entschluss ist wie die Empfängnis. Von da an gibt es (wieder mal) kein Zurück. Aber macht nichts, ich bin schon so oft, mit diesem unerschütterlichen Vertrauen in die Schöpfung, gesprungen …

Das Vertrauen wächst dabei mit jedem weiteren Sprung ins Ungewisse.
Was allerdings immer noch etwas gewöhnungsbedürftig für mich ist, ist die Zeitspanne des Fallens.
Freier Fall:
Kontrolle aufgeben und sich überraschen lassen, wo (und wie) man landet. Gleichzeitig fühle ich mich gesegnet, denn ich weiß, dass alles Gut sein wird.

Der Entschluss zur Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie

Ich habe mich 2020 dazu entschieden, die „Heilpraktikerprüfung“ noch einmal anzugehen, jedoch mit verändertem Fokus.

Ab 2006 habe ich zwei Jahre für den „medizinischen Heilpraktiker“ gelernt. Als ich mit dem Stoff soweit durch war, um mich der Prüfung zu stellen, war ich noch sehr jung und aus heutiger Sicht nicht „reif genug“. Ich schaffte die mündliche Prüfung nicht.

Ich lernte noch einmal… den Prüfungsstoff… und auch jemanden kennen. Dadurch entschied ich mich von der Pfalz in die Rhön zu zuziehen. Nur, waren dort die Plätze für die Überprüfung schon für die nächsten zwei Prüfungstermine ausgebucht.
Das Leben forderte an dieser Stelle erst einmal ALLES loszulassen.

Kostbares Wissen

Das Studium und Wissen der Anatomie, prägt meinen YogaUnterricht. Es erlaubt mir die Praxis wirklich auf den Menschen zuzuschneiden und auf Besonderheiten reagieren zu können.
(Dafür bin ich übrigens sehr dankbar 😉…)

Auch meine verschiedenen YogaLehrer Ausbildungen haben mich weiter bestärkt und ermächtigt, Menschen sehr individuell begleiten zu können.

Dann kam Corona – und der Online-Unterricht

Ich habe relativ schnell reagiert und meinen Unterricht auf das Online-Format umgestellt. Ich muss allerdings gestehen, dass ich mir vorher „nie und niemals“ hätte vorstellen können, dass online zu unterrichten etwas für mich sein könnte.
Aber wie sagt man doch so schön?!
Sag niemals nie….

Ja, die Schöpfung hat uns wieder mal überrascht und einige hat es ohnmächtig gemacht und völlig aus dem Leben gehebelt.
Ich habe „Übung“ mit solchen Ereignissen, die einem scheinbar die komplette Lebensgrundlage zu entziehen erscheinen. Ich bin über die Jahre stark geworden und habe gleich einen Krisenrat, mit meinem Mann einberufen und geschaut, welche Möglichkeiten gibt es? Was braucht es? Wie können wir es „schnell“ realisieren und umsetzen.

Das ist so ziemlich die Kernkompetenz meines Mannes: Dinge erfassen, durchdringen wollen, verstehen wollen (was mich hin und wieder recht fordert – liebevolles Zwinkern…) und dann einen Plan „schmieden“.
Wenn es dann ans Umsetzen geht, kann ich wieder gut meine „WidderEnergie“ mit einbringen und die Dinge in die Bewegung bringen.
Was sich jetzt recht einfach hier liest, war für mich eine unglaublich harte Arbeit. Ich war konfrontiert mit Dingen, mit denen ich mich gar nicht auskannte. Dann kommt der persönliche Anspruch des Steinbocks noch dazu…

Kurzer Exkurs:
Ja genau, ich bin ein Steinbock und mein Aszendent ist Widder – das ist die Garantie für ein „spannendes und bewegtes Sein“ und somit erklärt sich an dieser Stelle auch das jährliche „bewegte Jahr“ im Rückblick…

Aufgeben, ist keine Option…

soviel ist nach Steinbock-Manier auf jeden Fall klar. Und gleichzeitig greift an dieser Stelle die Motivation: lass uns in den vermeintlichen Schwächen die Stärken finden.

Es gibt Menschen, die tun gerne und oft auch ausschließlich nur die Dinge, die sie gut können… leider.
Ich gehöre definitiv nicht dazu. Gut, ich erkenne, wenn ich zu gewissen Dingen gar keinen Zugang habe. Dann verschwende ich an einer solchen Stelle keine wertvolle Energie. Aber sobald ich erkenne, dass nur eine geringe Chance besteht, dass ich diese Sache lernen könnte… wird der Steinbock wach und japp… Steinböcke können sich durchaus festbeißen.

Zurück… (da ist der Widder mit mir durchgegangen)

Neben den Online-Klassen, die ich unterrichtete, war ich auch viel im EinzelCoaching unterwegs. Jedoch der Grad zwischen Coaching und Therapie ist recht schmal. Da holte mich der alte Impuls ein: Heilpraktiker!

Aber gleichzeitig kam die Frage:
habe ich den richtigen Fokus?
Nach einigen Gesprächen mit Vertrauten, war mir klar: Mein Weg hat eine veränderte Richtung… Fokussiert auf den Bereich der Psychotherapie.
Und so ging ich es an.

Kernkompetenz: Trauma in allen Facetten

Gleichzeitig war mir klar, dass ich gut aufgestellt sein möchte und machte mich auf die Suche nach einer Lehrtherapie. Da mein Herzensanliegen die TraumaTherapie ist.
Trauma ist das, was ich in ziemlich vielen Facetten, erfahren, kennen gelernt und überwunden habe.
Ich kenne die stockfinsteren Nächte, ich kenne absolute Orientierungslosigkeit, Ohnmacht, Schmerz… Ich kenne völlige Verzweiflung, die Sehnsucht nach Erlösung und dem Austreten aus dem Kreis. Aber ich weiß auch, dass mein Licht, der Funke in mir unheimlich stark ist und das er für andere mit leuchtet…

Das ist meine Bestimmung

Licht zu sein für andere. Zu Leuchten, Hoffnung und Zuspruch zu geben. Gleichzeitig tiefe Verzweiflung aushalten können. Ihr Raum zu geben, damit mein Gegenüber sie nicht „wegdrücken“ muss, sondern sie erforschen kann… wo kommt sie her, was steckt in ihr verborgen und was braucht sie, um sich zu verändern.

Der Fokus war also geklärt und dann war es ein Laufen und Dranbleiben…
und das alles neben meiner hauptberuflichen Selbstständigkeit als YogaLehrerin, Lehrtherapie, Haushalt, Kindern (mit ihren pubertären Ideen und Krisen), Selbstversorger-Garten und Hund… , meinem geliebten und geduldigen Mann und unserer gemeinsamen Passion: dem Klettern.
Gut, am letzten Punkt musste ich meine Ansprüche absolut runter schrauben, da es schlicht und ergreifend sonst nicht – für mich – zu bewältigen gewesen wäre. Aber auch diese drei Jahre sind nun vorbei.

Als es letztes Jahr auf die Prüfung zuging, war absoluter Rückzug angesagt. Ich habe weiterhin unterrichtet und bin absolut dankbar für das Verständnis, was meine YogaSchüler mir gerade in dieser „heißen Phase“ entgegen gebracht haben. Wie flexibel sie waren und wie sie mich durch diese Zeit hindurch getragen haben.
ICH DANKE EUCH VON HERZEN.

Ich weiß, dass ich mein eigenes Tempo gehen muss und ich mich im Vertrauen auf die Schöpfung sicher bewege. Die Prüfung habe ich wirklich mit Freude und Spaß gemeistert. Ja, ich hatte tatsächlich die Vorstellung Spaß bei meiner Prüfung haben zu wollen, weil ich „wusste“, dass meine Zeit gekommen ist.

2023 – ein Entschluss festigt sich

Das Jahr, was nun fast hinter uns liegt, habe ich damit verbracht, mir klar zu werden in welchem Verhältnis sich meine Arbeit zwischen meinen zwei Berufungen aufteilen soll.

Fragen, die mich im ersten Halbjahr begleitet haben, waren:

  • Soll es wirklich TraumaTherapie sein?
  • Werde ich dem Ganzen gerecht?
  • Werde ich meiner Familie gerecht?
  • Habe ich genug Ausgleich?
  • Und: Geht es mir damit gut und macht es mich glücklich?

Ich habe im Laufe des Jahres auf alle Fragen ein Ja gefunden.

Sardinien – alljährliche GemeinschaftsTour

Im April waren wir mit einer tollen Gruppe von Menschen zusammen auf Sardinien zum Klettern, wandern, sich begegnen und zum Sein.

Es war eine wirklich tolle Zeit, wenn auch die Wolke des tödlichen Verlusts eines Freundes mich begleitete. Die Nachricht über den selbstgewählten Tod überraschte mich kurz vor der Reise eiskalt.
Sie erschütterte mich und entzog mir kurzzeitig den Boden und ließ mich vieles hinterfragen.
Und was ich mir wieder ganz deutlich geworden ist: ich bin so unsagbar dankbar, dass ich so stark bin und das ich immer noch hier bin. Ich bin dankbar zu Sein und für das Leben selbst.

Yoga in den Bergen

Im Sommer waren wir mit einer kleinen Gruppe in den Bergen unterwegs. Fokus war: raus aus dem Alltag und wieder mehr mit sich selbst, den Bergen und Yoga in Kontakt kommen.

Beide Reisen waren für mich wieder der Startschuss nach Außen
und ins UnterwegsSein.
Was doch in den letzten Jahren alles sehr zurück gefahren war.

Es ist kostbar für mich, Zeit mit Menschen zu verbringen, mit denen ich mich verbunden fühle. In Verbindung sein, egal wie das Wetter, das Leben gerade ist. Und dann ist es für mich essenziell mich auch wieder zurückziehen zu können, um Zeit mit mir zu verbringen. Mich zu reflektieren, mich zu klären, um dann wieder nach außen zu gehen.

YogaRaum auf Schloss Bieberstein

Seit 2019 unterrichte ich Yoga auf Schloss Bieberstein. Wir waren in den letzten Jahren in verschiedenen Räumen mit unserer „Yoga-Gilde“. Letztes Jahr, sind wir beim Altbürgerfest für eine Gruppenhypnose in der „Alten Musik“ gewesen und da entstand in mir der Gedanke: DAS könnte unser Raum werden.

Idee war geboren, Verbündete gefunden, Plan geschmiedet und bei der Umsetzung gab es viele helfende Hände. Im Juni haben wir den YogaRaum auf Schloss Bieberstein fertig gestellt. Am 21. Juni, pünktlich zum Internationalen Tag des Yoga, haben wir den Raum, mit 108 Sonnengrüßen, eingeweiht.

Der Unterricht auf dem Schloss ist sehr besonders. Yoga verbindet… Internatsschüler praktizieren gemeinsam mit Externen.
Am 19.12. feierten wir in diesem Raum unsere jährliche „Weihnachtsfeier“. Es war ein wundervolles Zusammensein von Menschen, die sich durch das Yoga verbunden fühlen.

(Neu)Start meines Blogs
– Überarbeitung der Website

Vor vielen Jahren hatte ich bereits schon einmal einen Blog geschrieben. Diesen löste ich jedoch mit meiner Alten Homepage 2012 auf.

Der Wunsch dies wieder zu tun, begleitet mich mittlerweile auch schon wieder ein paar Jahre. Im Sommer startete ich mit dem Schreiben. Im Grunde kurz vor der Eröffnung des YogaRaums. Mein Plan war eigentlich diesen direkt in der Website eingebunden zu haben, jedoch gab es bei der Umsetzung einige Hindernisse.
So bloggte ich und bloggte und kaum einer wusste es.
Aber das Vertrauen war da: irgendwie löst sich auch DAS gut auf.

Die letzten Wochen waren noch mal eine intensive Arbeit, um die ganze Internetseite noch mal neu aufzusetzen. Ich bin sehr zufrieden damit und finde das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. 😉

Betriebsame Vor-Vorweihnachtszeit

In diesem Jahr hat sich auch mein HerzensProjekt, der Adventskalender, weiterentwickelt und es ein Gemeinschaftsprojekt mit einem guten Freund geworden. Alexander Martin hat ihn mit seinen Bildern absolut bereichert. Wir waren viele viele Stunden gemeinsam dran gesessen und wir sind sehr glücklich und zufrieden mit dem Ergebnis und haben uns sehr über die positiven Rückmeldungen gefreut.

Wintersonnenwende – 21. Dezember

JETZT bin ich zurückgezogen, nicht ganz freiwillig… . Sagen wir, die Schöpfung hat dafür gesorgt, dass ich von 150 auf 0 runtergebremst wurde. Ich meditiere und reflektiere, bewerte und visioniere.

Es ist nun an der Zeit sich das neue Jahr zu erträumen…

Nichts ist so stark, wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist

Gerade heute habe ich einen alten Kalender in den Händen gehalten, den ich 2011 für meine Klienten gestaltet und zu Weihnachten verschenkt hatte…

Das Zitat auf dem Titelblatt: „Nichts ist so stark, wie eine Idee deren Zeit gekommen ist.“ Und ja, so fühlt es sich tief in mir an.

Die letzten Jahre waren doch sehr linkshemisphärisch lastig. Der Verstand musste nach vorne, Herz und Seele mussten etwas nach hinten. Aber es fühlt sich nun gerade so an, als darf sich das nun wieder verändern und ich darf nun wieder sein, wer ich wirklich bin.

2024… Zeit für Sein… Berufung… Reisen… Klettern… und Kreativität…?! 
Ja, ich will!

Den Kalender 2012 habe ich mit den Worten von Paulo Coehlo geschlossen:

Danke

Diese Worte sind mir wieder so nah und präsent, als wäre es gestern gewesen, als ich sie zum Abschluss des Jahres 2011 gewählt hatte.

Danke, dass Du Dir Zeit genommen hast, diese Zeilen zu lesen.
Ich wünsche Dir von Herzen einen guten Beschluss dieses Jahres.
Ich wünsche Dir viele Träume für das neue Jahr und viel Kraft und Mut, diese auch umzusetzen.

Deine Ramona